Im Walgau Gemeinden gemeinsam
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Internationaler Naturpark Rätikon

Rätikon_Foto_Peter-Schmid

Das auf Prättigau/Davoser Seite lancierte Projekt für einen grenzüberschreitenden, internationalen Naturpark Rätikon wurde 2017 in Vorarlberg und in Liechtenstein vorgestellt. Gemeinsam mit den zuständigen Fachabteilungen des Landes Vorarlberg haben acht Gemeinden in den Regionen Montafon, Walgau sowie im Brandnertal die notwendigen Beschlüsse zur Mitfinanzierung einer Machbarkeitsstudie unter der Leitung der Zürcher Hochschule für Umwelt und natürliche Ressourcen gefasst. Auf Vorarlberger Seite waren die „Rätikon-Gemeinden“ St. Gallenkirch, Tschagguns, Vandans, Brand, Bürserberg, Bürs, Nenzing und Frastanz mit dabei. Die Machbarkeitsstudie ergab zu den Fragen, was ein Internationaler Naturpark Rätikon einer Region bringen könnte und wie sich ein solcher grenzüberschreitend organisieren und finanzieren ließe, konkrete und positive Antworten.

Nachdem im Prättigau die Idee eines Internationalen Naturparks Rätikon von den Gemeinden bei einer Abstimmung im März 2021 abgelehnt wurde, ist die Grundidee eines grenzübergreifenden Naturparks nun leider vom Tisch und kann nicht mehr weiterverfolgt werden. Die Enttäuschung über dieses negative Votum aus der Schweiz ist bei den Projektakteuren aus der Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg groß.

Damit die bisherigen Arbeiten aber doch noch konstruktiv genutzt werden, möchten die beteiligten Partner darüber diskutieren, wie die entstandenen Ideen und Kontakte erhalten bleiben. Der Naturpark hätte unter anderem die Gestaltung eines neuen Denk- und Entwicklungsraumes rund um den Rätikon ermöglicht. Dieser Ansatz stellt auch weiterhin ein grosses noch brachliegendes Potenzial für alle beteiligten Regionen dar. Wie allenfalls die inhaltliche Ausgestaltung und die Organisation eines gemeinsamen «Entwicklungsraumes Rätikon» genau aussehen könnte, wird mit den beteiligten Partnern diskutiert und abgeklärt.

(Foto: Peter Schmid)